Reisewarnungen für Japan 2014

Momenten besteht eine Dauerwarnung aufgrund von Radioaktivität für das Reisegebiet Insel Honshü.Japan ist mit seinen knapp siebentausend Inseln sichtbar größer als Deutschland. Die Hauptinseln, auf denen der größte Teil der Bevölkerung lebt, sind die größte Insel Honshü sowie die Inseln Hokkaidö, Shikoku und Kyūshū. Die Lage des Landes an der geologischen Bruchzone von vier tektonischen Platten ist eine Ursache für ebenso vielfältige wie zahlreiche Naturkatastrophen. Zu denen gehören Erd- und Seebeben, Tsunamis, Taifune sowie Vulkanausbrüche. Das letzte schwere Erd-/Seebeben, das Töhoku-Beben im März 2011, erschütterte mit einer Stärke von 9,0 auf der Momenten-Magnituden-Skala, kurz M, weite Teile des Landes.

Vor der Reise nach Japan aktuelle Informationen einholen

Das Auswärtige Amt in Berlin bietet allen Japanreisenden eine tagesaktuelle Information über mögliche Reiserisiken an. Naturkatastrophen wie Erd- und Seebeben ereignen sich buchstäblich von Minute zu Minute. Erdbeben, so wie beispielsweise das vom 17. September 2014 im Osten der Insel Honshü mit einer Stärke von 5.7 M, werden weltweit registriert. In Deutschland war diese Information schon wenige Minuten später verfügbar. Den Reisenden steht unter anderem ein SMS-Service zur Verfügung, über den sie fast zeitgleich zu dem jeweiligen Ereignis eine aktuelle Reisewarnung erhalten und sich für oder gegen die Reise nach Japan entscheiden können. In diesen Fällen ist eine enge Absprache mit der Fluggesellschaft beziehungsweise mit dem Reiseveranstalter erforderlich, um für den Fall einer Reisestornierung die Kostenfrage möglichst einvernehmlich zu klären. Dieses internationale Reisewarnsystem funktioniert für das Zielland Japan besonders gut.

Dauerwarnung für das Reisegebiet Insel Honshü

Von dem Töhoku-Erdbeben im März 2011 war insbesondere der nordöstliche Teil der Insel Honshü betroffen. Das Kernkraftwerk Fukushima I nahe der gleichnamigen Großstadt auf der japanischen Hauptinsel wurde durch das Seebeben und von dem darauffolgendem Tsunami schwer beschädigt. Die Entfernung zur südlich gelegenen Landeshauptstadt Tokio beträgt rund dreihundert Kilometer. Heutzutage, dreieinhalb Jahre später, besteht nach wie vor eine Teilreisewarnung in die Präfektur Fukushima. Das Gebiet um das Kernkraftwerk herum ist in die drei gestaffelten Gefahrenzonen grün, gelb und rot unterteilt. Die Verstrahlungsgefahr in dem evakuierten Gebiet ist nach wie vor akut. Messungen vor Ort in Japan belegen dies. Eine Reisewarnung nach Japan für das Sperrgebiet in der Präfektur Fukushima bezieht sich sowohl auf einen von der japanischen Regierung festgelegten Radius von zwanzig Kilometern um das Kernkraftwerk herum, als auch auf das darüber hinausgehende umliegende Gebiet innerhalb der Präfektur. Die generelle Empfehlung lautet, die Präfektur Fukushima nch Möglichkeit zu meiden.

Auswärtige Amt über eigene Japanreise informieren

Vor Antritt einer Reise in das Land der aufgehenden Sonne sollte das Auswärtige Amt über Reisedauer und Reiseverlauf unterrichtet werden. Diese Information wird an die deutschen Vertretungen in Japan weitergeleitet. So ist der Informationskreislauf dahingehend geschlossen, dass die Bundesregierung über den Aufenthalt ihrer Bürger in Japan unterrichtet ist. Über einen Aufenthalt in der Präfektur Fukushima sollten zusätzlich noch die zuständigen japanischen Behörden vor Ort informiert werden. Die Sicherheitslage im und um das Kernkraftwerk herum hat sich zwar nicht verschlechtert, allerdings auch nicht verbessert. Das ist jedoch keine Garantie, sondern eine Momentaufnahme, die sich nach wie vor schnell ändern kann.

Japan gehört zu den weltweit erdbebenreichsten Ländern. Darüber hinaus sind besonders Süd- und Westjapan im Spätsommer von Taifunen betroffen. Die Folge davon sind unter anderem Erdrutsche sowie Überschwemmungen. Bei allen Naturkatastrophen dauert es erfahrungsgemäß einige Tage, bis die organisierten Rettungsmaßnahmen wirksam greifen. Der Japanreisende sollte sich das Angebot von Auswärtigem Amt sowie Onlineportalen im Internet zunutze machen und sich vor Reiseantritt versichern, ob nicht doch eine aktuelle Reisewarnung für sein Ziel herausgegeben worden ist. Erd- und Seebeben wirken sich auch noch über eine Entfernung von mehreren hundert Kilometern teilweise verheerend aus. Das Töhoku-Beben wurde mehr als hundert Kilometer östlich der Stadt Sendai registriert, während der anschließende Tsunami weite Teile der Nordostküste des Landes traf. Die Reisewarnungen für Japan gelten immer für einen Radius von mehreren hundert Kilometern um das Epizentrum herum und sollten in jedem einzelnen Fall ernstgenommen werden.

Die Folgen der Katastrophe für den japanischen Tourismus werden in diesem Video anschaulich beschrieben: